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AIDAprima im Portrait

Autor: Martin Metzenbauer.  Veröffentlicht am 30.05.2016

Das Flaggschiff der deutschen Reederei bietet klassische AIDA-Qualität, aber auch viele neue Angebote.

Die "AIDAprima" bei den Landungsbrücken in Hamburg. © AIDA Cruises Der "Four Elements"-Bereich. © AIDA Cruises Auch einen Klettergarten gibt es auf der "AIDAprima". © AIDA Cruises Die "AIDAprima" bietet für besonders anspruchsvolle Gäste auch 32 Suiten. © AIDA Cruises Eine Lanai-Kabine auf der "AIDAprima". © AIDA Cruises Spa auf der "AIDAprima". © AIDA Cruises Sauna mit Ausblick. © AIDA Cruises Der Beach Club auf der "AIDAprima". © AIDA Cruises Für italophile Gourmets könnte das "Casa Nova" interessant sein. © AIDA Cruises Drinks gibt es unter anderem in der "Lanai Bar". © AIDA Cruises Im Kochstudio kann man sich in so manches kulinarisches Geheimnis einführen lassen. © AIDA Cruises

Die Erfolgsgeschichte von AIDA Cruises, die vor mittlerweile 20 Jahren mit dem ersten Schiff begonnen hat, erreichte vor kurzem eine ganz neue Dimension - und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Mit der Indienststellung der "AIDAprima" hat die Reederei aus dem Carnival-Konzern ihr mit Abstand größtes Schiff übernommen, das aber auch durch ein paar ganz besondere Features glänzt. ReiseInsider hat sich das schwimmende Hotel etwas genauer angesehen.

Zuerst einmal zu den Eckdaten: Die "AIDAprima" ist das erste Schiff der neuen Hyperion-Klasse und schwimmt mit einer Bruttoraumzahl (BRZ) von 124.100 in den Sphären der Fantasia-Klasse von MSC oder Schiffen wie der "Costa Diadema". Von den Megalinern wie der "Harmony of the Seas" von Royal Caribbean, die eine nochmals um rund 100.000 höhere BRZ besitzt, ist man allerdings doch noch etwas entfernt. Die bisherigen AIDA-Schiffe nehmen sich jedenfalls mit Vermessungen von wta 40 bis 70.000 BRZ deutlich bescheidener aus.

Insgesamt bietet die "AIDAprima" in 1.647 Kabinen Platz für mehr als 3.200 Passagiere. Die meisten Gäste dürfen sich dabei übrigens über einen Balkon freuen: Genau 1.101 Kabinen sind damit ausgestattet, 32 Suiten bieten etwas mehr an Platz und Service. Dazu kommen noch 198 Außen- sowie 312 Innenkabinen. Das von Mitsubishi Heavy Industries hergestellte Schiff verfügt über 15 Restaurants und Imbisse sowie 14 Bars. Rund 900 Damen und Herren von der Besatzung kümmern sich um das Wohl von Schiff und Passagieren.

Entertainment für (fast) jeden Geschmack
Damit es an Bord nicht langweilig wird, hat man sich bei AIDA jede Menge Gedanken gemacht und viele Ideen zur Unterhaltung der großen und kleinen Gäste umgesetzt. So erwartet einen im "Four Elements"-Activitybereich rasanter Spaß über vier Decks auf der Doppel-Wasserrutsche "Racer". Wer es gerne ruhiger angehen möchte, kann sich auf dem "Lazy River" treiben lassen. Ein Klettergarten in luftiger Höhe, ein großzügiges Sportdeck, auf dem man trendigen Sportarten nachgehen oder beim Public Viewing auf einer riesigen LED-Wand mitfiebern kann, sind auf der "AIDAprima" ebenfalls zu finden. Das neue "Four Elements" steht jedenfalls ganz im Zeichen von Action, Sport und Fun für die ganze Familie.

Im "AIDA Beach Club" kann man hingegen unter Palmen träumen und am Pool die Seele baumeln lassen. Unter einem UV-durchlässigen, für das Auge fast nicht wahrnehmbaren Foliendom kann man auch im Winter eine entspannte Strandatmosphäre genießen. Abends öffnet der Beach Club für Strandpartys rund um die AIDA Bar. Der Foliendom dient dann gleichzeitig auch als Projektionsfläche für einen virtuellen Sternenhimmel oder Lasershows.

Das Lanaideck ist eine Reminiszenz an die klassischen Promenadendecks. Namensgeberin für dieses neugestaltete Deck mit Infinity Pools, Entspannungszonen und einer Promenade ist die hawaiianische Insel Lanai. Gläserne Fahrstühle, die die Außenbereiche miteinander verbinden, sowie ein gläserner Skywalk in 45 Metern Höhe am Heck des Schiffes sind weitere Highlights der "AIDAprima".

Gelegenheit für abendliche Unterhaltung nach einem interessanten Landausflug hat man in der "Plaza" mit ihren zahlreichen Shops und Bars. Herzstück des Entertainments ist hingegen das "Theatrium" mit Rundbühne, modernster LED-Technik sowie Flugwerken für Artisten und einer interaktiven schwebenden Kugel.

"Bon appetit" für viele Ansprüche: Vom Buffet bis zu Tim Mälzer
Das Restaurantkonzept auf der "AIDAprima" wurde gegenüber den älteren und kleineren AIDA-Schiffen deutlich weiterentwickelt. Insgesamt 12 Restaurants und drei Snack Bars laden zu einer kulinarischen Weltreise ein. Neben den Klassikern wie dem "Markt Restaurant", "Bella Donna" oder dem "East" gibt es mit dem "Fuego" ein weiteres Buffetrestaurant für die ganze Familie direkt neben dem "Four Elements"-Bereich.

Das Angebot an Servicerestaurants, erstmals mit Platzreservierung, wurde ebenfalls erweitert. Im "French Kiss" servieren die Köche Spezialitäten der französischen Küche. Das "Casa Nova" bietet mediterrane Küche im Ambiente einer venezianischen Villa.

Im neuen Kochstudio haben passionierte Hobbyköche die Gelegenheit, unter Anleitung der AIDA-Kochprofis selbst exquisite Menüs zu zaubern. Neben kreativen Kochkursen werden regelmäßig Kulinarik-Events angeboten. Dazu zählen beispielsweise ein gemeinsamer Einkauf mit den Köchen auf lokalen Märkten, eigene Gourmetreisen oder Workshops wie die "Perfect Meat Academy" von Otto Gourmet.

Ein Highlight ist die neue Tim Mälzer Kochschule, die auf der "AIDAprima" ihre Premiere feiert. Der bekannte TV-Koch und Multigastronom Tim Mälzer wird im Rahmen einer flottenweiten Kooperation mit AIDA Cruises ganz besondere kulinarische Erlebnisse für die Gäste kreieren und an ausgewählten Terminen persönlich für die Kochschulen an Bord von AIDAprima sein.

Für den kleinen Hunger zwischendurch ist die "Scharfe Ecke" mit verschiedensten Currywurst-Spezialitäten genau das richtige. Im "Pier 3 Market" und im "Tapas & Bar" sind Snacks erhältlich.

Die 14 Bars an Bord von AIDAprima sind Treffpunkte, um sich über erlebtes auszutauschen und neue Freunde kennenzulernen. Neu sind unter anderem die exklusive "Spray Bar by Moët & Chandon" über zwei Decks am Bug des Schiffes oder die "Lanai Bar" am windgeschützten Heck auf Deck 7. Weitere Highlights sind der Nachtclub "Nightfly", die "Sunset Bar" und die Diskothek "D6".

Die passende Kabine für jeden Geschmack
Von überschaubar klein bis gemütlich groß: Nach einem interessanten Tag und einem unterhaltsamen Abend stehen für die Nächtigung insgesamt 14 verschiedenen Kabinenvarianten zur Auswahl. Die klassische Balkonkabine wird auf der "AIDAprima" zur Verandakabine, dank eines 6 m² bis 12 m² großen Sonnenbereiches mit Platz für bis zu zwei Liegen. Begehbare Kleiderschränke, zwei Bäder oder ein bequemes Sofa, das sich im Handumdrehen in ein zusätzliches Bett verwandeln lässt, bieten zum Beispiel in der Komfortkategorie noch mehr Raum.

Neu sind ebenfalls die Lanaikabinen mit Wintergarten und großer Veranda. Die Türen des Wintergartens lassen sich komplett öffnen und verwandeln das private Urlaubsreich in ein 32 m² großes Sonnenparadies. Wer sich für eine der 36 Panoramakabinen auf Deck 16 entscheidet, kann auf dem neuen, exklusiven Patiodeck ungestört im exquisiten Ambiente die Weltmeere erobern. Zugang zum Patiodeck, das unter anderem mit einem geschützten Sonnenareal und einer privaten Wasserlandschaft zum Ausspannen einlädt, haben ausschließlich die Gäste der Panoramakabinen und Suiten. Von der Patio Bar aus genießt man am Bug des Schiffes die gleiche Aussicht wie der Kapitän.

Die 32 Suiten bieten bis zu 50 m² Wohnfläche oder ein bis zu 82 m² großes privates Sonnendeck, ein separates Schlafzimmer, eine Kingsize-Schlafcouch, zwei Bäder und ein begehbarer Kleiderschrank stehen in den verschiedenen Kategorien zur Auswahl. In der neuen "AIDA Lounge" genießen Suitengäste ein privates und exklusives Angebot, darunter auch ein Concierge-Service.

Last but not least: Umweltschutz im Fokus
Hochseeschiffe sind nicht unbedingt als Klimafreunde bekannt - diesem Image möchte man bei AIDA Cruises entgegegnsteuern. So besitzt die "AIDAprima" ein umfassendes Filtersystem zur Reduzierung der Abgase. Das neuartige - und von der Optik noch etwas gewöhnungsbedürftige - Rumpfdesign soll zu einer erheblichen Steigerung der Energieeffizienz führen. Ein weiteres Novum in der Kreuzfahrtindustrie ist der Einsatz des Mitsubishi Air Lubrication Systems (MALS). Diese moderne Technologie lässt die Schiffe auf einem Teppich aus Luftbläschen gleiten, wodurch der Treibstoffverbrauch zusätzlich reduziert wird. Modernste Pod-Antriebe tragen ebenfalls zur Senkung des Treibstoffverbrauches bei.

Als erste Passagierschiffe weltweit werden die Schiffe der neuen AIDA Generation mit sogenannten Dual-Fuel-Motoren ausgerüstet und können in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit im Hafen fast emissionsfrei auch mit Flüssiggas betrieben werden. Auch im Hotel- und Gastronomiebereich kommt moderne Technik zur Ressourcenschonung zum Einsatz. Angefangen vom Lichtmanagement, über die Nutzung von Abwärme zum Betrieb der Klimaanlagen bis hin zum Wäschereibetrieb mit hoch effizienten Tunnelwashern.

Nur auf einer Route unterwegs
Wer die "AIDAprima" ausprobieren möchte, muss sich zumindest bis Sommer 2017 mit einem eher eingeschränkten Programm begnügen. Der jüngste AIDA-Spross fährt nämlich ausschließlich auf der Strecke Hamburg - Southampton - Le Havre - Zeebrügge - Rotterdam - Hamburg, wobei man die Reise entweder in Hamburg oder Rotterdam beginnen und beenden kann. Immerhin bieten die Zielhäfen interessante Ausflüge wie etwa nach London, Bath oder Stonehenge (Southampton), Paris oder Deauville (Le Havre), Brüssel, Brügge oder Gent (Zeebrügge) sowie nach Amsterdam, Den Haag oder Delft (Rotterdam). Natürlich bietet sich auch Hamburg für Sightseeing oder eine ausgedehnte Shoppingtour an.

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