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Amsterdam, ganz schön schräg

Autor: Martin Metzenbauer.  Veröffentlicht am 13.12.2015

ReiseInsider besuchte das neue "The Hoxton" mitten im Grachtengürtel der charmanten niederländischen Stadt.

Viele kleine Details machen das Hotel sehr sympathisch. © Martin Metzenbauer Ein "Roomy Canal View" Room. © Martin Metzenbauer Ein Glaserl in Ehren ist im Hotelzimmer kein Problem. © Martin Metzenbauer

Wer an die Hauptstadt des Königreichs der Niederlande denkt, kommt wohl unvermeidlich ins Schwärmen: Amsterdam hat so vieles, was den Charme ganz besonderer Städte ausmacht. Angefangen von der einmaligen Architektur, über die phantastische Lage am Wasser und zwischen Kanälen bis hin zur hyperlebendigen Szene - es gibt so vieles, was man an dieser kleinen Metropole einfach lieben muss.

Wer ein paar Tage in Amsterdam bleiben möchte, hat - was das Hotelangebot betrifft - mehr die Qual der Wahl als die Wahl der Qual. Vom kleinen Boutiquehotel im berühmten Rotlichtviertel bis hin zu weithin bekannten Kalibern wie dem "Grand Hotel Krasnapolsky": Hier findet wohl jeder die passende Unterkunftsmöglichkeit. Die 800-Tausend-Einwohner-Stadt darf sich aber auch immer wieder über interessante Neueröffnungen freuen - man denke an das "W", das erst im Oktober 2015 aufsperrte.

Eine viel kleinere Kette feierte 2015 ebenfalls ihr Opening: Direkt an der eleganten Herengracht findet man seit kurzem das erste "Hoxton"-Hotel außerhalb Londons. Die bislang drei Häuser - die beiden anderen befinden sich in Shoreditch und in Holborn - interpretieren das Thema "Hotel" in ihrem ganz eigenen Stil. Individualität statt Massenware, Tools die man wirklich brauchen kann und eine Reihe recht origineller Ideen sind auch für das "The Hoxton Amsterdam" typisch.

Schon die Ankunft ist etwas anders als der förmliche Empfang in Hotels dieser Preisklasse: Wenn man das Haus betritt, glaubt man, in einer Party mit lauter lässigen Menschen gelandet zu sein. Im Erdgeschoß befindet sich nämlich neben der Rezeption die Bar und das Restaurant "Lotti" - und die ist derzeit äußerst hip und damit auch sehr gut besucht.

Zimmer gibt es "in all shapes and sizes", wie die Hotelwebsite verspricht: Von der kleinen "Shoebox" über "Cosy" bis hin zu "Roomy" reicht hier das Angebot. Besonders charmant sind natürlich die Zimmer mit Blick auf die Herengracht - oder auch von außen herein, da ja Gardinen in Amsterdam recht verpönt sind (zur Beruhigung schüchterner Zeitgenossen: einen Vorhang gibt es trotzdem).

Ob klein oder groß: Die Zimmer sind allesamt recht originell ausgestattet. Den Stil könnte man als vintage-shabby bezeichnen - herausstechend sind hierbei viele kleinen Details. Statt einer Minibar findet man beispielsweise einen Kühlschrank, der mit (kostenlosem) Wasser und Milch (!) befüllt ist. Wer sich abends ein Glas vom Besseren gönnen möchte, kann diesen einfach mitbringen und einkühlen.

Viele kleine Goodies wie ein Retro-Telephon, Internetradio, ein wirklich cooles Bad (zumindest im Roomy Room) runden das sympathische Bild ab. Ach ja: Auch Wi-Fi gibt es im "Hoxton" - kostenlos und schnell! Und über eine weitere Besonderheit darf man sich freuen - in der Früh wird ein "Breakfast Bag" mit Granola-Joghurt, Orangensaft und einer Banane gehängt. Für den Start in Tag genau das Richtige! Hungrige Gemüter finden natürlich auch im "Lotti" etwas Passendes.

Ganz phantastisch an diesem Hotel ist auch die Lage: Ein paar Minuten Fußmarsch vom Dam entfernt, befindet man sich praktisch im Epizentrum der Stadt. Aber auch das spannende Jordaan-Viertel befindet sich sozusagen ums Eck. Gelegenheiten zum Essen, Trinken und Rauchen - wir sind ja schließlich in Amsterdam - gibt es in der Umgebung auch zuhauf. Ein besonderer Tipp der Redaktion (was die Kulinarik betrifft) ist "De Struisvogel" - ein unscheinbares Kellerlokal, sehr gemütlich und vor allem sehr gut (und daher auch sehr voll!).

Preislich bewegt sich das schräge "The Hoxton" im akzeptablen Bereich und kann in der Nebensaison sogar als (fast) günstig bezeichnet werden. Die Minizimmer sind dann bereits ab rund 150 Euro pro Nacht zu haben, bei den größeren Räumen und zur Hauptsaison sieht die Preisgestaltung freilich etwas anders aus.

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