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Ein Motel ohne Parkplatz

Autor: Martin Metzenbauer.  Veröffentlicht am 01.03.2015

In Wien wurde das "Motel One Wien Staatsoper" vorgestellt.

Das "Motel One Wien Staatsoper" befindet sich in zentraler Lage. © Martin Metzenbauer Ein Superiorzimmer im "Motel One". © Martin Metzenbauer Ein Highlight ist die "One Lounge". © Motel One

Normalerweise findet man in der Nähe der Wiener Ringstraße Hotels die auf Namen wie "Imperial", "Sacher" oder "Kempinski" hören. Recht ungewöhnlich ist es jedenfalls, wenn in Traumlage fast gegenüber der Wiener Staatsoper ein Budgethotel eröffnet. Aber "ungewöhnlich" ist wahrscheinlich auch das richtige Wort, wenn es um das Konzept der "Motel One"-Kette geht.

Das 400-Betten-Haus mit der Adresse Elisabethstraße 5 im 1. Wiener Gemeindebezirk wurde in zwei denkmalgeschützten Gebäudeteilen eröffnet, die früher Büros der Österreichischen Bundesbahn beherbergten. "Die Grundrisse der Fensterachsen waren sehr gut geeignet, daraus ein Hotel zu konzipieren", erklärte Motel-One-Gründer Dieter Müller. Die stattliche Summe von 95 Millionen Euro wurde investiert, um das Bürohaus in ein Hotel zu verwandeln.

Auch wenn es sich um ein Budget-Hotel im Zwei- bis Drei-Sterne-Segment handelt, hat es vom Aussehen und der Ausstattung nichts mit "billig" zu tun. Für Übernachtungspreise ab 69 Euro darf man auf einem Boxspring-Bett in ägyptischer Baumwolle nächtigen. Das Design der Zimmer besteht aus einer Mischung aus klassisch und poppig - ohne allerdings die Räume zu überfrachten. Was man in vielen teureren Ketten noch immer nicht findet, ist im "Motel One Staatsoper" eine Selbstverständlichkeit: WLAN ist im gesamten Hotel kostenlos verfügbar.

Ein Restaurant sucht man im Hotel zwar vergebens, eine sehr stylische Bar namens "One Lounge" lädt aber jedenfalls zum Verweilen ein. Neben Drinks und Snacks kann man hier auch das Frühstück - zum Preis von 9,50 Euro pro Person - einnehmen. In der warmen Jahreszeit kann man den Tag kulinarisch auch im Loungebereich im Innenhof starten.

Was man vergeblich sucht - auch wenn dies die Bezeichnung "Motel" impliziert - sind zum Haus gehörende Parkplätze oder gar eine Garage. Eine Anreise ohne Auto sei daher empfohlen. Die Lage - wohl eines der größten Benefits des Hauses - unmittelbar beim U-Bahn-Knotenpunkt Karlsplatz und in Gehdistanz vieler Sehenswürdigkeiten sollte das eigene KFZ jedoch nicht wirklich notwendig machen.

Das Hotel an der Staatsoper ist nicht die letzte Neueröffnung der Gruppe in Wien. Bereits in ein paar Monaten wird das "Motel One Wien Hauptbahnhof" fertiggestellt, mit dem man locker zu den größten Hotels der Stadt aufschließt. Dieses Haus wird mit rund 500 Zimmern geführt. Am Westbahnhof sowie am Prater gibt es ebenfalls bereits Häuser der Gruppe.

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