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Ein Wikinger auf hoher See

Autor: Martin Metzenbauer.  Veröffentlicht am 07.06.2015

Die "Viking Star" des Flusskreuzfahrtspezialisten Viking Cruises will neue Akzente für exklusive Hochseekreuzfahrten bringen.

Die "Viking Star" in Istanbul. © Viking Ocean Cruises Das spannend gestaltete Atrium. © Viking Ocean Cruises Die Explorers Lounge auf der "Viking Sea". © Viking Ocean Cruises Eine Penthouse Junior Suite. © Viking Ocean Cruises Chef´s Table - eines der Restaurants. © Viking Ocean Cruises

Wer eine Kreuzfahrt unternehmen will, kann heutzutage aus vielen Segmenten auswählen: Von Megalinern mit 24-stündiger Bespaßung über Low-Cost-Schiffe für das kleinere Budget bis hin zu exklusiven Yachten für den etwas unabhängigeren Geldbeutel und noch weiter spannt sich der Bogen, den die Cruising Industrie bereit hält.

In den Bereich kleinerer Schiffe für die betuchtere Klientel wie die beiden "Europas" oder diverse Oceanliner von Seabourn oder Silversea möchte sich nun Viking Cruises setzen. Bislang war die Reederei für ihre Flusskreuzfahrten in Europa, Ägypten, Russland und Fernost bekannt. Vor kurzem hat sich die Reederei mit der "Viking Star" auf das offene Meer gewagt. Nur 930 Passagiere finden auf dem Schiff, das von der italienischen Werft Fincantieri gebaut wurde, Platz. Die erste Sommersaison führt es ins Mittelmeer sowie nach Nordeuropa.

Die "Viking Star" verfügt ausschließlich über Balkonkabinen - die kleinsten sind mit 25 Quadratmetern schon recht großzügig bemessen, in den größten Suiten kann man sich auf über 70 Quadratmeter ausbreiten. Je nach Kabinenkategorie sind "Goodies" wie eine täglich frisch befüllte Minibar, Welcome-Champagner, Ferngläser oder auch ein kostenloser Putzerei-Service vorhanden.

Kulinarisch wird man auf dem Schiff, das durch sein luftiges und skandinavisch-inspiriertes Design punkten will, in insgesamt elf Restaurants und Bars verwöhnt. Ein "Main Theater" darf auf einem Kreuzfahrtschiff natürlich nicht fehlen, auf der "Viking Star" gibt es außerdem zwei Kinos, in denen aktuelle Filme sowie destinationsbezogene Klassiker gezeigt werden. Auf ein Spa muss man natürlich genauso wenig verzichten wie auf`s Schwimmen an Bord. Besonders attraktiv ist dabei das Infinity-Pool am Heck des Schiffes.

Abgesehen von der "Hardware" möchte die Reederei noch in anderen Bereichen punkten. Als "A New Kind of Journey" bezeichnet Viking ihre Kreuzfahrten auf hoher See. Statt nur von einem zur nächsten Hafen zu fahren, will man unter die Oberfläche der einzelnen Ziele blicken: Geschichte, Musik, Kunst und auch die Kulinarik sollen den Gästen nähergebracht werden.

Ein ganz besonderes Feature bei Viking: In jedem Hafen gibt es einen Landausflug, der bereits im Reisepreis inkludiert ist. Daneben werden aber unter anderem auch spezielle "Behind the Scenes"-Touren angeboten. Oder man kann den Koch beim Einkaufen auf lokalen Märkten begleiten. Wer sich besonders gut auf die Landausflüge vorbereiten möchte, kann dies im Rahmen des "Enrichment Programs" machen, bei dem Experten über die Destinationen erzählen.

Das Konzept der Viking Ocean Cruises klingt schon einmal vielversprechend. Ob die "Viking Star" halten kann was sie verspricht, wird sich zeigen. Die ersten Einträge auf Cruise Critic waren durchwachsen - allerdings muss man der Reederei wohl etwas Zeit geben, um anfängliche Schwächen auszubügeln.

Lange wird die "Viking Star" übrigens nicht alleine für die Viking-Flotte auf den Weltmeeren unterwegs sein: Im Jahr 2016 werden die "Viking Sea" und "Viking Sky" in See stechen.

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