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Hotel Therme Laa im Test

Autor: Martin Metzenbauer.  Veröffentlicht am 01.05.2015

Das zehn Jahre alte Hotel überzeugt insgesamt durch gute Qualität - zeigt aber auch kleinere Schwächen.

Das Spa-Pool im Hotel Therme Laa. © Hotel Therme Laa / Wöckinger Der helle Lobby-Bereich. © Martin Metzenbauer Die Junior-Suite ist rund 40 Quadratmeter groß. © Martin Metzenbauer Die Einrichtung der Zimmer mit viel Holz und frischen Farben. © Martin Metzenbauer Die Bäder sind attraktiv gestaltet. © Martin Metzenbauer

Die Vamed Vitality World ist mir ihren sechs Wellness-Resorts in Österreich zweifellos einer der Marktführer. Nachdem ReiseInsider vor kurzem den neuen Zubau der "St. Martins Therme & Lodge" im Burgenland getestet hat, ist nun die bereits zehn Jahre alte "Therme Laa" an der Reihe.

Laa an der Thaya liegt direkt an der österreichisch-tschechischen Grenze und ist von Wien aus bequem mit dem Auto oder dem Zug erreichbar. Die Fahrzeit beträgt bei beiden Optionen überschaubare ein bis eineinhalb Stunden. Die Therme wurde im Jahr 2002 eröffnet, das Vier-Sterne-superior-Hotel folgte 2005. Seit dem Jahr 2011 ergänzt noch das Gesundheitszentrum "Vitality Med Laa" das Angebot im nördlichen Weinviertel.

Der Komplex selbst liegt - anders als das Schwesterhotel "St. Martins" - nicht inmitten einer weitläufigen Naturlandschaft, sondern im Ort Laa in der Nachbarschaft von zumeist Einfamilienhäusern. Zum einen hat dies den Vorteil, dass man nicht so weit "vom Schuss", sondern in Gehdistanz zum schönen Ortskern der Stadt Laa ist. Als Nachteil muss man hingegen gelten lassen, dass Umgebung und Aussicht weniger beeindruckend als im Seewinkel sind.

Das Hotel befindet sich durch einen kleinen Bach - über den eine gedeckte Brücke führt - getrennt vom exklusiven Pool- und Spabereich sowie der öffentlichen Therme. Das Haus verfügt über 122 Zimmer, davon 106 Doppelzimmer, zehn Panoramazimmer, vier Junior- sowie zwei Senior-Suiten. Sie sind mit Parkettböden und anderen Holzelementen ausgestattet, Akzente setzen frische und angenehme Farbtöne. In den Bädern findet man entweder eine Wanne oder eine Erlebnisdusche. Dinge wie Safe oder Minibar sind ebenso vorhanden wir - erfreulicherweise - kostenloses (und im Test einwandfrei funktionierendes) W-LAN.

Die Suiten beider Größen verfügen jeweils über größere Badezimmer mit einer Eckbadewanne und einer Rainshower-Dusche mit Seitenbrausen, einen Schrankraum, eine vom Bad komplett getrennte Toilette sowie naturgemäß mehr Platz (45 bzw. 60 gegenüber 30 Quadratmeter). Alle Zimmer und Suiten sind mit Balkonen ausgestattet.

Obwohl das Hotel mittlerweile zehn Jahr auf dem Buckel hat, war das getestete Zimmer in einwandfreiem Zustand - sowohl was die Möbel und den Boden als auch die allgemeine Sauberkeit betrifft. In dieser Kategorie sollte das eine Selbstverständlichkeit sein - ist es aber leider nicht immer.

Kulinarisch bietet das Hotel zwei Restaurantbereiche - einen mit Buffet bzw. Menüauswahl namens "Feinspitz" sowie ein A-la-Carte-Restaurant "Gaumenfreuden". An unserem Testtag war im "Feinspitz" eine reine Buffet-Auswahl vorhanden - diese war allerdings hinsichtlich Auswahl und Qualität sehr erfreulich. Die Weinauswahl der Tageskarte zeigte sich - man ist ja im Weinviertel - regional geprägt. Das Personal rundete mit Freundlichkeit und Professionalität den positiven Gesamteindruck des Restaurants ab - genauso wie das sehr gute Frühstück am nächsten Morgen.

Weniger gut ist allerdings der Bar-Bereich des Hotels gelungen. Zwar ist auch hier das Personal flink und freundlich, die Cocktails und Drinks gut. Allerdings verströmt der Bereich durch seine minimalistische Ausstattung keine besondere Gemütlichkeit. Dass es auch anders geht, beweist die exzellente Bar im "St. Martins" - davon könnte man sich im Weinviertel etwas abschauen.

Im hoteleigenen - 2.600 Quadratmeter großen - Spa-Bereich findet man unter anderem einen netten Pool, eine "Vital-Bar" sowie eine Saunalandschaft mit Whirlpool. Letztere ist übrigens zwingend textilfrei zu benutzen, was vielleicht nicht jedermanns/fraus Sache ist. Natürlich kann man als Hotelgast auch das öffentliche Thermalbad mit Solebecken oder - vor allem im Sommer attraktiv - einem Aktivbecken benutzen. Eiin eigener Kinderbereich mit Rutsche erfreut dabei auch die jüngeren Gäste. Wer hingegen die Saunawelt im öffentlichen Bereich besuchen möchte, zahlt auch als Hotelgast einen Aufpreis von derzeit sieben Euro pro Tag. Ob eine solche "Erbsenzählerei" bei Preisen zwischen aktuell 199 und 429 Euro pro Nacht und Zimmer wirklich gut ankommt, sei dahingestellt.

Wer nicht nur das Thermenhotel, sondern auch die Umgebung kennenlernen möchte, wird im nördlichen Weinviertel durchaus belohnt. Die Stadt Laa selbst bietet eine Reihe von Sehenswürdigkeiten - unter anderem den Stadtplatz mit dem Rathaus oder die Burg. Aber auch das "Land um Laa", wie sich ein Tourimusverein nennt, bietet viele interessante Ausflugsziele.

Fazit
Das "Hotel Therme Laa" bietet auch nach zehn Jahren den von Vamed gewohnten Standard. Gerade für erholungssuchende Großstädter bietet es sich für ein paar Relax-Tage an - die mit Erkundungstouren in die Region kombiniert werden können.

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