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Im Test: St. Martins Therme & Lodge

Autor: Martin Metzenbauer.  Veröffentlicht am 21.12.2014

ReiseInsider hat sich die Neuerungen in der beliebten Lodge angesehen.

Gemütliche Sitzecke in der "Entdecker Junior Suite". © Martin Metzenbauer Angenehmes Design im Zimmer. © Martin Metzenbauer Ein eigener abgetrennter Schlafbereich für die Kids. © Martin Metzenbauer Das Bad in der "Entdecker Junior Suite". © Martin Metzenbauer Der Zubau mit dem Spa im Erdgeschoß und den Suiten darüber. © Martin Metzenbauer Das kulinarische Erlebnis wurde und wird großgeschrieben. © Martin Metzenbauer

Seit 2009 zieht die "St. Martins Therme & Lodge" im Burgenland Gäste an, die sich für einen Tag - oder auch etwas länger - vom warmen Thermalwasser, angenehmen Beauty-Anwendungen oder auch dem kulinarischen Angebot verwöhnen lassen möchten. Im Dezember 2014 wurde ein Zubau mit Suiten und einem weiteren Spa-Bereich eröffnet. ReiseInsider hat das neue Angebot unter die Lupe genommen.

Ankommen
Einer der großen Vorteile von "St. Martins" ist die Nähe zu Wien. Eine Stunde Autofahrt - und schon befindet man sich im idyllischen Seewinkel. Die "Lodge" neben der öffentlichen Therme empfängt die Gäste in einem Stilmix, der sich irgendwo zwischen Burgenland und Afrika abspielt. Das Thema "Natur" wird hier jedenfalls großgeschrieben - sowohl im Interieur mit vielen Braun-, Beige- und Grüntönen als auch bei den "Safaris", die Interessierten die Fauna und Flora der burgenländischen Steppenlandschaft näher bringt.

Der Empfang in der Lodge gestaltet sich freundlich und unkompliziert. Statt Schlüsselkarten erhält man Armbänder mit Chips - damit lassen sich die Zimmer öffnen und man kommt in die öffentliche Therme. Ganz passen sie nicht zum Stil des Hotels - sie wirken nämlich teilweise schon etwas schmuddelig, wenn nicht sogar schmutzig.

Die insgesamt 28 neuen Suiten befinden sich im südöstlichen Teil der Lodge und wurden an das bestehende Haus in Verlängerung angebaut. Der Zubau ragt sehr reizvoll über den natürlichen Badesee von "St. Martins" - das hat tatsächlich Charme. Der Weg dorthin ist allerdings gar nicht so einfach - hier muss man sich nämlich über mehrere Stiegen und etwas verwirrende Stockwerksbezeichnungen durchkämpfen.

Suiten für Paare oder Familien
Im Zubau werden zwei Arten von Suiten angeboten - die sogenannten "Panorama Junior Suiten" mit Blick Richtung Westen, den Badesee und die Therme und die "Entdecker Junior Suiten", die in Richtung Osten schauen. Erstere richten sich eher an Paare, welche die Zweisamkeit in luxuriöser Atmosphäre genießen wollen. Mit 55 Quadratmetern besticht die "Panorama Junior Suite" unter anderem durch einen großen Balkon sowie einen vom Schlafzimmer getrennten, verglasten Wohnbereich.

Die "Entdecker Junior Suiten" sind mit 45 Quadratmetern zwar etwas kleiner, aber für Familien besser geeignet. Sie verfügen nämlich über einen eigenen kajütenartigen Kinder-Schlaf-Bereich mit zwei Bett(ch)en. Ein anderer Vorteil: Diese Zimmerkategorie blickt in Richtung Osten - wenn man etwas Glück hat, kann man vom Bett aus wunderschöne Sonnenaufgänge genießen. ReiseInsider testete diese Zimmerkategorie.

Mit der Natur
Die neuen Suiten sind angepasst an das Design des restlichen Hotels in angenehmen Erdtönen gestaltet. Helle Holzböden und eine Wand in Kieselsteindesign fügen sich gut in dieses Ambiente ein. Reminiszenzen an den Lodge- und Safari-Charakter von "St. Martins" zeigen Details wie eine Stativ-Stehlampe, ein Beistelltischchen im Lederkofferdesign oder ein gemütlicher Schaukelstuhl. Nett - aber ohne Funktion - ist das angedeutete Moskitonetz über dem Bett.

Die kleine "Kinderkajüte" ist mit zwei Betten ausgestattet, die L-förmig zueinander angeordnet sind - eines unten, eines als Stockbett. Besonders viel Platz ist dort allerdings nicht - für kleinere Kids sollte er allerdings ausreichend sein. Vorhänge trennen diesen Bereich vom Rest der Suite ab.

Toilette und Bad sind - wie man es sich in einem Haus dieser Kategorie erwartet - getrennt. Letzteres ist mit einer Dusche aber keiner Wanne ausgestattet. Eine Türe zum restlichen Badezimmer gibt es nicht, was bei ausgedehntem Duschvergnügen zu Überschwemmungen führen kann. Das Design lehnt sich an den Rest der Suite an - Stein- und Holzelemente mit netten Lederapplikationen rund um die Spiegel schaffen ein stimmiges Gesamtbild. Sehr praktisch sind die Handtuchtrockner - man befindet sich ja schließlich in einer Therme. Wie schon bei den alten Zimmern findet sich auch hier eine Fensteröffnung zum Schlafbereich - ob solche Ein- und Ausblicke wirklich sein müssen, sei dahingestellt.

Nah am Wasser
Im Erdgeschoß des neuen Zubaues befindet sich der "Adults only" Spa-Bereich. Dass man hier ein Refugium für Ruhesuchende geschaffen hat, ist sicher sehr gut - die restlichen Thermenbereiche bieten für Kinder ausreichende Möglichkeiten zur Selbstentfaltung. Das neue "See-Spa", das direkt an den Teich gebaut wurde, ist überschaubar groß, bietet ein sehr schönes Pool mit zwei kleineren Nischen, aus denen man in die Natur und auf das Wasser hinausschauen kann. Einen Außenpool gibt es hier allerdings nicht - im Sommer wird der schöne Badeteich samt Strand allerdings zum Schwimmen einladen. Ruhebereiche, Saunen und ein nettes Bistro runden das Angebot im neuen Spa ab.

Wohlfühlfaktor Essen
Kulinarisch wurde neben dem See-Bistro auch das Hauptrestaurant neu gestaltet und erweitert. Im Gegensatz zu anderen Hotelthermen findet man hier zwar ein großzügiges Vorspeisenbuffet, das mehrgängige Wahlmenü wird allerdings angenehmerweise serviert. Die einzelnen Gänge selbst sind nicht übermäßig groß, aber dafür in Sachen Geschmack und Präsentation äußerst gut gelungen. Ein weiterer Pluspunkt ist die eigene Kinderkarte, falls sich der Nachwuchs mit den "Erwachsenen-Speisen" nicht hundertprozentig anfreunden kann. Das Personal erscheint - bis auf wenige Ausnahmen - motiviert, freundlich und kompetent.

Fazit
Die "St. Martins Therme & Lodge" konnte schon bislang durch gute Qualität und ein überzeugendes Konzept punkten. Die zusätzlichen Angebote mit den neuen Suiten und dem Erwachsenen-Spa bringen weitere Pluspunkte. Auch das überarbeitete Restaurant kann samt dem dort gebotenen überzeugen. Manche kleinen Kritikpunkte sind verbesserungswürdig - allerdings fallen diese allesamt in die Kategorie "Jammern auf hohem Niveau".

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