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Miles & Less: Weniger Meilen bei Kreditkarte

Autor: Martin Metzenbauer.  Veröffentlicht am 10.02.2016

Seit Jänner nur noch eine halbe Meile pro Euro Umsatz bei Privatkarten - auch in Österreich Änderungen geplant.

Beliebtes Mittel, um Meilen zu sammeln: Kreditkarten. © Miles & More GmbH

Heimlich, still und leise hat Lufthansa die Attraktivität ihres "Miles & More"-Programms eingeschränkt: Seit kurzem erhalten Inhaber einer deutschen "Miles & More"-Kreditkarte statt einer Meile nur noch eine halbe Meile pro Euro Umsatz. Dies gilt allerdings nur für privat genutzte Karten - bei Firmenkarten bleibt alles beim alten.

Hintergrund dafür ist eine neue EU-Verordnung, welche die Bankenprovision für die Händler deutlich senkt. Künftig dürfen beispielsweise deutsche Banken nur noch 0,3 Prozent Disagio einheben - bisher lag dieser Wert meist jenseits von 1,5 Prozent. Da sich die Kreditkartenunternehmen und auch die Miles & More GmbH neben den Jahresgebühren auch über diese Provisionen finanzieren, sinkt damit natürlich auch eine der Haupteinnahmequellen - daher gibt es künftig "less" für den Endkunden.

Bei der österreichischen "Miles & More"-MasterCard gab es bislang keine Änderungen - dies wird sich allerdings demnächst auch ändern, wie die AUA-Pressestelle auf Anfrage mitteilte. Details sind derzeit allerdings noch nicht bekannt. Allerdings hat die für das Meilenprogramm zuständige Austrian-Airlines-Marketingchefing Isabella Reischl vor kurzem im Interview mit Austrian Aviation Net erklärt, das Programm für Wenigflieger attraktiver gestalten zu wollen. Nachdem die Kreditkarten zu den wenigen Möglichkeiten zählt, mit denen man als Nicht-Vielflieger verwertbare Meilen sammeln kann, wird das Programm mit einem Schritt wie in Deutschland nicht unbedingt ansprechender für diesen Kundenkreis werden.

Mit reinen Flugmeilen ist es mittlerweile jedenfalls schwierig geworden, Freiflüge zu bekommen: Für die billigeren Tarife erhält man für einen Retourflug oft nur noch 250 Meilen - wenn man diese für ein "Meilenschnäppchen"-Angebot für 10.000 Meilen einsetzt, müsste man also 40 Rotationen absolvieren.

Gute Nachrichten gibt es hingegen für Kunden des Topbonus-Programms von Air Berlin. Dessen Geschäftsführer Anton Lill erklärte: "Inhaber der Air Berlin Topbonus VISA-Kreditkarte profitieren auch weiterhin bei ihren Zahlungen von einer Gutschrift von einer Meile pro Euro Umsatz. Diese Option wird durch eine etwas angehobene Jahresgebühr ermöglicht, bzw. ist für Selbständige weiterhin zur bisherigen Jahresgebühr möglich."

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