Seit einigen Jahren hat sich mit den luxuriösen Expeditionskreuzfahrten ein neues und florierendes Segment entwickelt. Hapag-Lloyd Cruises ist hier etwa mit ihren drei neuen "Hanseatic"-Schiffen stark vertreten. Nun hat auch Viking Cruises das erste von zwei Expeditionsschiffen übernommen und schickt dieses zuerst einmal nach Südamerika für Reisen in den antarktischen Sommer.
Die "Viking Octantis" verfügt über lediglich 189 Kabinen und ist damit für maximal 378 Gäste ausgerichtet. Sie - und ihr Schwesterschiff "Viking Polaris", das im August 2022 übernommen werden sollen - besitzen einen verstärkten Rumpf der Polarklasse 6. Damit Expeditionen komfortabel durchgeführt werden, verfügen die Viking-Expeditionsschiffe unter anderem über spezielle Stabilisatoren.
Guter Ausblick
Sämtliche Kabinen sind mit einer großen Fensterfront ausgestattet, die teilweise geöffnet werden können und als "Nordic Balcony" bezeichnet werden. Die Kabinen gibt es in insgesamt sechs Kategorien - die Ausstattung ist bei allen sehr gut: Von Kingsize-Betten über große Badezimmer mit Fußbodenheizung bis hin zu Ferngläsern und Expeditionsjacken. Wifi ist übrigens an Bord laut Viking kostenlos - die Verbindungsqualität kann allerdings verständlicherweise variieren.
Besonder spannend sind noch drei Dinge an Bord: Erstens ein "Hangar", von dem aus man wettergeschützt die Expeditionsboote besteigen kann. Zweitens ein "Science Lab", in dem man in gut ausgestatteten Laboratorien unter Anleitung forschen kann. Und drittens noch zwei Mini-U-Boote, die jeweils Platz für bis zu sechs Gästen bieten. Kayaks und Zodiacs gibt es an Bord natürlich ebenfalls.
Wissens- und lukullischer Hunger werden gestillt
Für Vorträge wurde am Heck des Schiffes eine Aula eingerichtet, die von der Zeremonienhalle an der Universität Oslo, in der die Friedensnobelpreise übergeben wurden, inspiriert wurde. Auf jeder Reise kommen laut Viking außerdem 36 Expertinnen und Experten mit - von Geologen, Bergführern, Ornithologen bis hin zu den U-Boot-Kapitänen. Für kulinarische Freuden wird im Hauptrestaurant sowie im "World Cafe" (hier gibt es unter anderem Sushi und anderes Seafood), im skandinavischen "Mamsen's" sowie im italienisch angehauchten "Manfredi's" gesorgt.
Viking hat einige interessante Routen aufgelegt - beispielsweise im kommenden Sommer eine 13-tägige Reise von Tromsø in Richtung Svalbard (ab 13.995 Euro) oder jetzt im europäischen Winter von Ushuaia in die Antarktis (ab 14.995 Euro, ebenfalls 13 Tage). Kürzere Touren gibt es auf den amerikanischen Great Lakes (ab 6.495, acht Tage).
Wenn Viking hält, was die Reederei mit den beiden neuen Expeditionsschiffen verspricht, könnte es hier tatsächlich ein exzellentes neues Angebot in diesem Sektor geben. Man darf gespannt sein!









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