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Von A(lmanac) bis Z(oku)

Veröffentlicht am 09.06.2021

Eine Reihe interessanter Hoteleröffnungen in Wien.

Zimmer im Hotel "Motto". © Hotel Motto Lobby der "Superbude". © Jakub Markech // @lousyauber Innovatives Raumkonzeot im "Zoku". © Zoku Amsterdam B.V.

Derzeit liegt der touristische Städtetourismus noch immer fast komplett am Boden - auch heuer wird man weit weg vom 2019er-Rekord mit 17,6 Millionen Nächtigungen in den Hotels der Bundeshauptstadt liegen. Trotzdem fängt die Hotellerie langsam an, aus ihrem aufgezwungenen Dornröschenschlaf aufzuwachen. Das zeigt sich unter anderem an einer ganzen Reihe neuer Hotelprojekte in Wien, die hier kurz vorgestellt werden.

Motto

Mit dem "Motto" bekommt Wien im Herbst 2021 ein neues Hotel, das in vielerlei Hinsicht seinesgleichen sucht: Gelegen an der Mariahilferstraße, der größten Einkaufsstraße Österreichs und einer der lebendigsten Orte Wiens, verbindet das Hotel das Pariser Flair der 1920er mit modernem Wiener Lebensgefühl und skandinavischer Gemütlichkeit. Das offizielle Motto lautet "Wien trifft Paris".

Dementsprechend opulent die Gestaltung: In den Zimmern und Suiten schaffen florale Stoffwände, kunstvolle Spiegel und verspielte Kronleuchter eine verträumte, entspannte und kreative Atmosphäre. Eigens für das Hotel designte Teppiche, Möbel, Fliesen und Lampen (Entwürfe: Arkan Zeytinoglu Architects) werden mit Vintage-Möbeln kombiniert – teilweise handelt es sich um Originale aus dem Pariser Hotel Ritz. Das "Motto" spielt aber nicht nur mit der Vergangenheit.

Die Macher des 91 Zimmer und Suiten umfassenden Boutique-Hotels sprechen von einem "ungewöhnlichen Mix aus Punk-Rock und Avantgarde". Hoch oben am Dach des historischen Gebäudes aus den 1870ern befindet sich ein Restaurant mit Bar und Terrasse - diese wird sicher auch bei den Wienerinnen und Wienern Fans finden.

Superbude

Bereits im Juni hat ein interessantes Hotel mit noch interessanterem Namen in der Nähe des Praters eröffnet: "Superbude" nennt sich das Haus - das erste der Kette außerhalb Deutschalnds. Die Gäste erwartet ein Hotel-Konzept, das mehrere Welten vereint: "Hotel Komfort, Hostel Vibe und Home Feeling" so das Selbstverständnis der "Superbude". Wochenendbesucher zählen ebenso zur Zielgruppe wie Businessreisende, die es lieber leger haben.

Für die Gestaltung zeichnete das Wiener Designbüro Atelier Karasinski in Kooperation mit den Archiguards Architekten verantwortlich, die auf urbanes, zeitgenössisches und junges Design setzten. Zur Auswahl stehen 178 "Buden" zwischen 20 und 57 Quadratmeter. Auch Tagungen, Veranstaltungen und Meetings sind in der "Superbude" möglich. Mit "NENI am Prater" wartet im Hotelgebäude außerdem ein israelisches Restaurant mit Bar und Rooftop-Terrasse.

Zoku Vienna

Direkt neben der Superbude hat Wien mit 1. Juni ebenfalls außergewöhnlichen Zuwachs bekommen. "Zoku Vienna" ist das erste Hotel der niederländischen Zoku Gruppe in Österreich. Geboten wird ein innovatives Konzept zwischen Wohnen und Arbeiten. Ein Home-Office-Hybrid, der vor allem Menschen ansprechen soll, die beruflich viel unterwegs sind. Privatreisende, die ein legeres Ambiente suchen, sind hier ebenfalls richtig. Dafür soll das stylishe und mit viel Liebe zum Detail gestaltete Interieur des 131 Zimmer umfassenden Boutique-Hotels mit Hostel-Charme sorgen.

Die Philosophie hinter den Zoku Hotels: Orte schaffen, die man vom ersten Besuch an sein zweites Zuhause nennen kann. Dafür sorgen Gemeinschaftsbereiche, so genannte Social Spaces. Sie ermöglichen Begegnungen unter den Hotelgästen und bieten den sozialen Trubel eines lebendigen Viertels. Etwa auf der Dachterrasse mit Blick auf den Prater, im hoteleigenen Event Space und in der Living Kitchen, wo alle an einer großen Tafel zusammenkommen.

Dormero HoHo

Ein besonders spannender Neuzugang unter Wiens Hotels ist das "Dormero HoHo". Es ist das erste Projekt der Dormero Gruppe in Österreich. Dafür wurde ein besonderer Standort gewählt. Das Hotel, das seine Pforten Anfang Juli 2021 öffnet, befindet sich mit der Seestadt Aspern in einem der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas. Die Seestadt ist mit der U-Bahn vom Zentrum in 20 Minuten erreichbar.

Das Hotel-Gebäude selbst, das Hochhaus HoHo, ist eines der höchsten Holzhochhäuser der Welt, das in Sachen nachhaltiges Bauen neue Maßstäbe setzt: Das Hochhaus besteht zu 75 Prozent aus dem Werkstoff Holz und ragt 84 Meter in den Himmel. Insgesamt 143 Zimmer wird das "Domero HoHo" haben.

Almanac Vienna

Wer Wien besonders luxuriös erleben möchte, bekommt 2022 ein besonderes Hotel geboten. Das Almanac Vienna entsteht derzeit an einem der schönsten Boulevards der Welt, der Wiener Ringstraße. Geplant ist das Hotel als 5-Sterne-Plus-Haus mit 111 Unterkünften, von denen mehr als zwei Drittel Suiten sind.

Das Hotel befindet sich im geschichtsträchtigen ehemaligen Palais Henckel-Donnersmarck, das für die neuen Bedürfnissen komplett umgestaltet wird. In Zuge dessen entstehen im "Almanac Vienna" auch Veranstaltungsräume, die zu den schönsten Wiens gehören sollen. Ein Spa, ein Concept Store, ein Coffee Shop und ein hochklassiges Restaurant mit Bar runden das luxuriöse Projekt ab.

2022 und 2023: Rosewood und Mandarin Oriental

Auf zwei weitere Luxushotels in Wien darf man sich in den kommenden beiden Jahren freuen: Auf Hochtouren gearbeitet wird am Wiener Graben - hier entsteht mit dem "Rosewood Vienna" das fünfte Hotel von Rosewood Hotels in Europa. Die Eröffnung des 5-Sterne-Hauses ist für Sommer 2022 angekündigt. Nicht nur die prominente Lage ist besonders. Das 99 Zimmer und Suiten umfassende Hotel befindet sich in einem historischen Bankgebäude aus den 1830ern, das mit großem baulichem Aufwand adaptiert wird.

In der Riemergasse entsteht in einem prachtvollen Jugendstilgebäude aus der Zeit der Wiener Jahrhundertwende um 1900 das erste "Mandarin Oriental" Hotel Österreichs. Geplant sind 151 Zimmer und Suiten sowie 17 Luxus-Dachgeschoß-Appartements. Für die Gestaltung des Mandarin Oriental zeichnet das Londoner Design Team Goddard Littlefair verantwortlich, das bereits Hotels wie das Intercontinental Hotel Berlin, das Hilton München und das Corinthia Hotel Budapest realisiert hat.

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