Mit Fotokameras statt Ferngläsern und Flugzeugen statt Wildtieren: Die Mitglieder der Flughafenfreunde Wien (www.flughafenfreunde.at) haben einen sonnigen August-Samstag für ihre jährliche Spotter-Safari genutzt. ReiseInsider war bei der ungewöhnlichen Tour über das Gelände des Flughafens Wien dabei.
Den privaten Luftfahrtverein Flughafenfreunde Wien gibt es seit 1992. Rund 250 Mitglieder verbindet die Begeisterung für den Flughafen Schwechat und für die zivile Luftfahrt. Seit mittlerweile fast 35 Jahren trifft man sich zu Vereinsabenden und Vorträgen - und immer wieder auch zu Aktivitäten direkt am Airport.
Mit dem Bus aufs Vorfeld
Ein Fixpunkt ist die jährliche "Spotter-Safari". Dafür stand den rund 50 Teilnehmern am vergangenen Samstag ein eigens reservierter Bus der Flughafen-Besucherwelt samt VIE-Sicherheitspersonal zur Verfügung. Er brachte die Gruppe zu Plätzen auf dem Flughafengelände, die für Besucher normalerweise tabu sind.
Die erste Station lag bei den für einige Stunden in Wien abgestellten Langstreckenmaschinen aus Kanada, China und Taiwan. Besonders reizvoll für die Fotografen: An ausgewählten Stellen dürfen die Teilnehmer den Bus verlassen und sich - selbstverständlich mit Warnweste und innerhalb eines klar vorgegebenen Bereichs - direkt auf dem Vorfeld bewegen.
Entsprechend schnell begann das Klicken der Kameraauslöser. Lange blieb die Gruppe allerdings nicht an derselben Stelle. Denn wer Flugzeuge möglichst gut fotografieren möchte, muss nicht nur wissen, was gerade im Anflug ist, sondern auch, aus welcher Richtung der Wind kommt.
"Bei der Suche nach der optimalen Fotoposition ist es wichtig, die Windrichtung zu kennen, denn Flugzeuge starten in der Regel immer gegen den Wind", erklärte Gernot Kastner, Obmann der Flughafenfreunde Wien, gegenüber ReiseInsider.
Auf der Suche nach der besten Position
Nach kurzer Beratung ging es deshalb weiter zu einer Position nahe der Piste 16/34. Im Laufe der Tour wechselte der Bus noch mehrmals den Standort. Vor die Objektive kamen dabei Airbus- und Boeing-Jets aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kanada und der Türkei ebenso wie zahlreiche Maschinen europäischer Airlines.
Dabei zeigt sich schnell, was das Spotten für viele Teilnehmer ausmacht: Nicht jedes Flugzeug ist gleich interessant. Eine besondere Lackierung, ein seltener Flugzeugtyp oder eine Maschine, die nur gelegentlich nach Wien kommt, kann für deutlich mehr Betrieb hinter den Kameras sorgen als ein alltäglicher Linienflug.
Austrian-Flotte zum Abschluss
Zum Ende der Safari rückte schließlich der Homecarrier Austrian Airlines in den Mittelpunkt. Obwohl dessen Flugzeuge in Wien naturgemäß zum täglichen Bild gehören, gab es auch hier einige besonders gefragte Motive.
Dazu zählten die Boeing 787-9 Dreamliner ebenso wie die inzwischen betagten Boeing 767-300ER, deren Zeit bei Austrian zu Ende geht. Auch die letzten Embraer 195LR fanden noch einmal reichlich Aufmerksamkeit bei den Fotografen.
Nach mehreren Stunden auf dem Flughafengelände zeigte sich nicht nur die Gruppe zufrieden. Auch Vereinsobmann Gernot Kastner zog eine positive Bilanz: "Die Teilnehmer haben sich auch dieses Mal wieder vorbildlich verhalten, wodurch die 'Spotter-Safari 2026' dank der Unterstützung des Flughafen Wien wieder zu einem vollen Erfolg wurde."









