Nicht wirklich unerwartet ging die Zahl der Passagiere am Flughafen Wien im April 2026 im Vorjahresvergleich zurück: Mit 2,58 Millionen Reisenden wurden rund 230.000 Fluggäste beziehungsweise 8,2 Prozent weniger abgefertigt als im gleichen Monat 2025.
Die Gründe dafür sind nachvollziehbar: Zum einen hat sich Wizz Air - früher drittstärkste Airline am Standort - komplett zurückgezogen, zum anderen hat Ryanair ihr Angebot reduziert. Zusätzlich wurde aufgrund des Nahost-Kriegs eine hohe Zahl an Flügen gestrichen. Darüber hinaus fiel heuer der Beginn der Osterferien - und damit des Osterreiseverkehrs - auf den März. Im Vorjahr lagen die Ferien hingegen vollständig im April, wodurch es nun zu einem entsprechenden Rückgang kam.
Die April-Statistik im Detail: Die Zahl der Lokalpassagiere ging um 8,7 Prozent zurück, jene der Transferpassagiere um 7,2 Prozent. Die Flugbewegungen verzeichneten im April 2026 einen Rückgang um 8,1 Prozent, der Sitzladefaktor legte gegenüber April 2025 hingegen um 1,3 Prozentpunkte auf 82,2 Prozent zu.
Ryanair droht mit weiterem Rückzug
Angesichts des April-Ergebnisses forderte Ryanair erneut die Abschaffung der österreichischen Flugabgabe und droht mit einer weiteren Reduktion am Standort Wien sowie an anderen heimischen Airports: "Sollte diese Steuer nicht rasch abgeschafft werden, wird Ryanair diesen Winter - ähnlich wie bei der zuletzt erfolgten Schließung der Basis in Berlin - weitere Kapazitäten an allen österreichischen Flughäfen abbauen. Der österreichische Flugverkehr wird sich dann weiterhin in kostengünstigere Nachbarländer wie die Slowakei verlagern, deren Regierung Wachstum, Tourismus und regionale Entwicklung aktiv fördert", heißt es von Seiten des Billigfliegers.
Ryanair war 2025 die Nummer zwei am Flughafen Wien und zählte am Standort 6,7 Millionen Fluggäste. Das entsprach rund 20 Prozent aller Passagiere.







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